27. Deutsche Wasserball Mastermeisterschaft in Darmstadt wird zum großen Erfolg!
Darmstadt, 09. Juli 2024.
Am Wochenende vom 5.7 bis 7.7.24 fand die 27. Deutsche Wasserball Mastermeisterschaft (DMM) in Darmstadt statt
42 Mannschaften kämpften in 66 Spielen in drei Altersklassen bei den Frauen und in acht Altersklassen bei den Männern um den Deutschen Meistertitel.
Die Landes Gruppe Süd stellte erfreulicherweise mit 12 Mannschaften nach der Landesgruppe West mit 20 Mannschaften die zweitmeisten Mannschaften des Turniers.
Deutsche Meister bei den Frauen wurden
AK30+ Bayer Ürdingen
AK40+ TPSK Köln
AK50+ SGW Essen
Die beiden neu gebildeten Darmstädter Frauen Mannschaften schlugen sich bei ihren aller ersten Auftritt bei Deutschen Master Meisterschaften sehr achtbar. Im Umfeld vieler gegnerischer ehemaliger oder auch aktueller Erstliga Spielerinnen konnten sie trotz einiger krankheitsbedingten Ausfälle mit einem minimalen Kader jeweils mit dem dritten Platz zwei heftig umjubelte Bronze Medaillen erringen.
In der AK30 der Frauen spielten die Darmstädter Zweitliga Spielerinnen: Irem Dere und Melissa Pfütze im Tor sowie im Feld (Tore): Ruth Wörtche, Fabienne Hohmann (3) , Melek Cavlak (2), Lydia Monska (3), Isabel Schaub (3), AnnKa Schmidt (1), Ricarda Schmidt (1), Rita Farkas.
Im neu reaktivierten Team der AK40 spielten ehemaligen Darmstädter Zweite Liga Spielerinnen mit der Unterstützung von zwei ehemaligen Heidelberger Erst Liga Spielerinnen: Im Tor spielten Maren Laux und Sabine Weinmann, sowie im Feld (Tore): Nadine Beranek (3), Anja Tinelli (6), Tina Valley (1), Iris Becker (1), Claudia Klugmann, Julia Bary, Antje Lilienthal (3), Sandra Jobst, Romy Zigahn (8)
Bei den Männern trafen gleich im ersten Spiel des Turniers die beiden hessischen Vertreter EOSC Offenbach und WV Darmstadt in der AK60+ aufeinander – Nach ausgeglichenem Spiel in der ersten Hälfte des Spiels, sprang dann doch ein ungefährdeter 11:6 Sieg der Darmstädter Masters heraus. Darmstadts Centerspieler Olaf Randzio war in diesem Spiel mit 8 Treffern einfach nicht durch den EOSC zu verteidigen. Die sehr präzisen Anspiele durch seine Mitspieler sorgten immer wieder für Gefahr und Tore.
Offenbach, eine Spielgemeinschaft aus Offenbacher und Frankfurter Wasserballer, verlor auch die beiden nächsten Spiele, sodass am Ende nur der 6te Platz bei ihrer ersten Deutschen Master Meisterschaft heraussprang. Für die Darmstädter war der Sieg gegen den hessische Konkurrenten die Grundlage um in das Halbfinale einzuziehen. Dort konnte ebenfalls ein sicherer 10:6 Sieg gegen den Gruppenersten der Parallelgruppe, TPSK Köln, errungen werden. Köln verlor später im Spiel um Platz 3 gegen den Top Favoriten Waterpolo Master Duisburg und wurde Vierter.
Im Finale triumphierten die Hessen in einem hart umkämpften Spiel mit 4:3 gegen BW Bochum. Das ist der erste Deutsche Wasserball Meisterschaftstitel für den Zweitligisten WV Darmstadt. Basis für diesen Erfolg war eine taktisch klug eingestellte Mannschaft, viel Bewegung im Angriff und ein mit Olaf Randzio herausragender Center-Torschütze, der mi 15 Toren auch die Torschützenliste der AK60 anführte. Ausschlaggebend war die sehr stabile Abwehr, die es ermöglichte dass das sensationell gewonnene Finalspiel gegen Bochum auch ohne einen Torerfolg von Olaf Randzio gewonnen werden konnte. Dafür traf der sehr agile Stefan Piwecki mit einen herrlichen Fernschuss in den Winkel zum Siegtreffer und der bärenstarke Torwart Erich Mertins konnte einen 5 Meter Penalty Schuss noch kurz vor Schluss des Finalspiels entscheidend parieren und so das 5m-Entscheidungsschießen verhindern. Bemerkenswert, dass das Team im Wesentlichen bestehend aus ehemaligen Zweit-Liga Spielern sich gegen vielen ehemaligen Erstliga Spieler der Konkurrenten durchsetzen konnte.
Im Tor spielte Erich Mertins und Andreas Schürmann sowie im Feld: Armin Hasler (2), Felix Rodich (1), Olaf Randzio (15), Stefan Piwecki (3), Andreas Kirschen (1), Klaus Stumpp (1), Hans Peter Diewald (2), Michael Behrens (4), Torsten Weber, Thomas, Gebhardt, Volker Andrae, Jörg Liebel
Aufgrund des großen Pools an AK60 Spielern unterstützen die beiden Darmstädter Masterspieler Gerd Zimmer & Jürgen Andrae den PSV Duisburg in der Altersklasse 65+. Die Unterstützung reichte für den PSV einen guten zweiten Platz zu belegen.
Neben der AK60 traten bei WV Darmstadt auch noch eine AK55 Mannschaft an – Leider konnte sie sich aufgrund ebenfalls vieler krankheitsbedingter Ausfälle ausdem Vorfeld des Turniers nicht in die Medaillen Ränge spielen – Richtungsweisend und letztlich ausschlaggebend war ein äußerst knapp verlorenes Spiel gegen den PSV Duisburg in der Vorrunde, welches den Halbfinaleinzug verwehrte und es so dann nur zum 6ten Platz reichte
Im Tor spielte Feld spielte Michael Grahl, sowie im Feld (Tore): Uwe Scheider (1), Oliver Trachte (3), Stefan Piwecki (2), Gordon Böker (2), Christoph Mansard (4), Thomas Hänelt (1), Bernd Webel
Auch die Jüngsten der Darmstädter Master in der AK30+, das erste Mal bei einem Deutschen Master Event dabei, bewährten sich überraschend gut in dem starken Feld von ehemaligen und aktuellen Erstligisten. Es wurden zwar beide Spiel der Vorrunde gegen sehr starke Spandauer und Würzburger verloren, dennoch zeigten die Hessen zwei tolle Spiele gegen die beiden Turnierfavoriten in dieser jüngsten Altersklasse. Die Zuschauer hatten großen Spaß diesen beiden Spielen zu folgen und feuerten den Underdog aus Hessen unentwegt an. Beflügelt von den guten Spielen konnten dann in den beiden folgenden Spielen gegen Magdeburg (12:11) und Brandenburg (8:8) mit weiteren starken Leistungen sogar 3 Punkte geholt werden. Diese brachte den unerwartet starken 5 Platz bei diesen Schwergewichten des Wasserballs ein. Zudem wurde Lars Hechler noch vor den beiden Ex Nationalspielern und Tormaschinen Timo van der Bosch und Marc Politze mit 12 Toren Torschützenkönig
Es spielten im Tor Pano Valassis und Steffen Krebs, sowie im Feld Lars Hechler (12), Markus Eickhoff (1), Reiko Meister (4), Christian Barysch (1), Maik Luh (8), Tim Hornuf (7), Nikolas Hohmann, Andreas Merz, Daniel Krückeberg (2), Marc Luh, Fabian Barysch
Alle Deutschen Master Meister bei den Herren:
AK30+ WPM Duisburg
AK40+ Spandau 04
AK45+ SV Würzburg 05
AK50+ Ürdingen Waterpolo Masters
AK55+ TPSK Köln
AK60+ WV Darmstadt
AK65+ SV Cannstatt
AK70+ Düsseldorfer SC
In diesem Jahr wurde der Frieder Class Gedächtnis Pokal von unserem Wasserballreferenten Klaus Czernia an Peter Furmaniak von BW Bochum überreicht. Gleichzeitig wurde Peter Furniak mit der Sportmedaille für besondere Leistungen und Verdienste im Sport ausgezeichnet
Die Veranstaltung wurde durch mehr als 100 freiwillige Helfer des WV Darmstadt und auch durch eine Reihe von Helfern befreundeter Vereine gestemmt. Vorbereitet wurde sie durch ein zwölf-köpfiges Kernteam, das sich monatelang regelmäßig traf und die Veranstaltung in Video Konferenzen konzeptionell vorbereitete. Auch das Bad Personal und die Badleitung unterstützte hierbei kräftig mit und brachte sich im Vorfeld der Meisterschaft hervorragend bei der Erstellung und Festlegung des Turnier Konzeptes ein . Die DMM in Darmstadt bekam von allen Seiten großes Lob zur Organisation und den Abläufen. Die Erfahrung des WVDs mit jetzt bereits fast 50 internationalen Pfingsturnier Ausrichtungen half hierbei sehr. Bewundert wurde das fantastische neue Nordbad mit den Becken und dem schönen Außenbereich. So etwas gibt es sehr selten in Deutschland und darauf können wir alle in Darmstadt sehr, sehr stolz sein. Hervorgehoben wurde auch das Catering , was sich auch in den bemerkenswerten mehr als doppelter Umsatz als geplant an Getränken und Speisen bemerkbar machte. Flexibel konnte hier durch Zusatz Beschaffungen auf den enormen Bedarf reagiert werden. Die Kombination die Deutsche Master Meisterschaft mit dem Heinerfest in Darmstadt zu verknüpfen wurde gerne angenommen, um sich die Zeit zwischen und nach den Spielen zu vertreiben.
Möglichweise wird eine Deutsche Wasserball Master Meisterschaft daher bestimmt mal wieder in den nächsten Jahren nach Darmstadt kommen.
Bericht: Jürgen Andrae
Quellen
AK60 EOSC: Kampfgeist bei den Wasserballern des EOSC neu entfacht (op-online.de)
Hier finden sich viele Bilder des Turniers und der Siegerehrung getrennt nach Altersklassen
Quelle: privat – Ivonne Andrae